Winter ist Infektzeit

Was Eltern eines Kindes mit Behinderung brauchen und welche Hilfsmittel wirklich hilfreich sind.


In der kalten Jahreszeit sind Kinder besonders anfällig für Infektionen, etwa der Atemwege. Für Eltern von Kindern mit Behinderungen kann diese Zeit besonders herausfordernd sein. Nicht nur, dass die gesundheitlichen Bedürfnisse des Kindes komplexer sind, auch die Versorgung und Pflege müssen oft angepasst werden. Um für den Fall eines Infekts gut vorbereitet zu sein, haben wir im Folgenden einige Tipps zusammengestellt.


Was Eltern immer zu Hause haben sollten

In vielen Fällen ist es sinnvoll, eine gut ausgestattete Hausapotheke zu Hause zu haben. Diese  kann nicht nur die notwendigen Medikamente enthalten, sondern auch wichtige Hilfsmittel für die Pflege und symptomatische Behandlung von Infekten. Dazu gehören zum Beispiel:

Fieberthermometer: Gerade bei Kindern mit Behinderungen ist die Überwachung der Körpertemperatur besonders wichtig, da sie oft nicht so gut in der Lage sind, Schmerzen oder Unwohlsein zu signalisieren. Ein Thermometer, das die Körpertemperatur an der Stirn oder im Ohr misst, ist für Kinder häufig am angenehmsten.

Nasensauger: Besonders bei Kindern, die durch eine Behinderung in ihrer Atmung oder Mundmotorik eingeschränkt sind, ist ein Nasensauger ein sinnvolles Hilfsmittel, um eine verstopfte Nase zu befreien und die Atmung zu erleichtern.

Inhalationsgerät oder Vernebler: Für Kinder mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischen Lungenproblemen kann ein Inhalationsgerät helfen, die Atemwege freizuhalten und Beschwerden zu lindern.

Cough Assist: Kinder, die nicht in der Lage sind, Sekret eigenständig abzuhusten, profitieren von einem Cough Assist, einem Husten-Assistenten, der mechanisch einen Hustenreiz auslöst.

Desinfektionsmittel und Handschuhe: Um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern, sollten Desinfektionsmittel sowie Einweghandschuhe immer vorhanden sein.

Pflegebox: Viele Eltern von Kindern mit Behinderungen entscheiden sich, regelmäßig eine Pflegebox zu bestellen. Diese Boxen enthalten oft nicht nur Handschuhe und Desinfektionsmittel, sondern auch spezifische Hilfsmittel, die auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sind. Sie bieten eine praktische Möglichkeit, sicherzustellen, dass bei Krankheit oder Notfällen alles griffbereit ist. Pflegeboxen werden entweder direkt von Krankenkassen, spezialisierten Anbietern oder als Abonnement-Service angeboten und können je nach Bedarf angepasst werden.

Trinkhilfen: Kinder mit einem Infekt der oberen Atemwege haben oft Schwierigkeiten beim Trinken. Hier gibt es spezielle Trinkbecher, die das selbstständige Trinken erleichtern.

Puffernde Matratzen oder Lagerungshilfen: Bei Kindern, die aufgrund eines Infekts über einen längeren Zeitraum im Bett liegen, kann eine passende Matratze oder spezielle Lagerungshilfen helfen, Druckstellen zu vermeiden und eine komfortable Ruheposition zu gewährleisten.

Sauerstoffgeräte: Kinder mit Atembeschwerden oder Lungenerkrankungen benötigen möglicherweise ein tragbares Sauerstoffgerät, das bei Bedarf, etwa einer zu geringen Sauerstoffsättigung, eingesetzt werden kann.

Pulsoximeter: Während eines Infekts ist die Überwachung der Vitalparameter, wie etwa der Sauerstoffsättigung und der Herzfrequenz, häufig indiziert. Ein Pulsoximeter gibt hier Sicherheit.

Spezielle Babynahrungen oder Sondenkost: Falls das Kind Schwierigkeiten hat, Nahrung zu sich zu nehmen, sind spezielle Nahrungsmittel oder Sondensysteme erforderlich.

zu den Hilfsmitteln für die Atemtherapie


Tipps aus der Community:

 

Space Chamber, Vernebler, Sauerstoffkompressor, Cough Assist

Bei Atemwegsinfekten nutzen wir einen Space Chamber zur Verabreichung von Medikamenten. Außerdem inhalieren wir Kochsalz mit einem Vernebler von beurer. Ein Sauerstoffkompressor gleicht etwaige Sättigungsabfälle in der Nacht aus. Wenn ein Hustenreiz dazu kommt, ist unser Cough Assist ein Must have.

 

Toniebox

Neben allen Medikamenten und Hilfsmitteln sind Bücher und die Toniebox bei uns nicht wegzudenken. Wir kuscheln auf dem Sofa oder im Pflegebett und vertreiben uns die Zeit bis zum gesund sein mit lesen und Hörspielen.

 

PARI BOY

Wir haben den PARI BOY immer parat bei Infekten.

 

Fitonasal Kinder

Fitonasal ist eine Mischung aus Nasenspray und Nasenspühlung ohne Gewöhnungseffekt und austrocknen der Nasenschleimhaut. Es wirkt abschwellend, schützt die Schleimhaut und reinigt die Nasenhöhlen von übermäßigem Schleim. Das ist besonders hilfreich für Kinder, die die Nase nicht (richtig) schnäuzen können. Für uns ist es vor allem ein Gamechanger für Husten, der durch Sekretabfluss aus der Nase in den Rachen verursacht wird.

 

ätherische Öle

Wir inhalieren und benutzen ätherische Öle, die ich mit dem Diffusor in den Räumen versprühe.

 

Hyla

Seit kurzem haben wir einen Hyla. Vor dem Schlafen lassen wir die Luftreinigung mit Meersalz und Eukalyptusöl laufen, und es hat sich sofort verbessert.

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