Wochenende gestalten mit der Familie und Kind mit Behinderung
Fahrradtouren für Alle
Ein Wochenende mit der Familie ist für viele eine wertvolle Gelegenheit, zusammenzukommen, Zeit zu genießen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen. Für Familien, in denen ein Kind mit einer Behinderung lebt, kann es jedoch eine Herausforderung sein, Aktivitäten zu finden, die für alle zugänglich und angenehm sind. Doch Fahrradtouren bieten eine fantastische Möglichkeit, gemeinsam aktiv zu werden und die Natur zu erleben – unabhängig von physischen Einschränkungen.
Warum Fahrradtouren?
Fahrradtouren sind eine ideale Möglichkeit, als Familie aktiv zu bleiben und gleichzeitig die frische Luft und Natur zu genießen. Sie bieten zahlreiche Vorteile für die gesamte Familie, wie zum Beispiel:
- Gemeinschaftserlebnis: Fahrradtouren fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl. Jeder kann mitmachen, und es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Kind mit Behinderung in das Abenteuer integriert werden kann.
- Barrierefreiheit: Mit speziellen Fahrrädern und Anhängern besteht die Möglichkeit, auch mit Kindern mit Behinderungen an Fahrradtouren teilzunehmen.
- Förderung der Mobilität und Unabhängigkeit: Für Kinder mit Mobilitätseinschränkungen kann das Fahrradfahren ein wichtiger Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein sein.
Fahrräder für Kinder mit Behinderungen
Für Kinder mit körperlichen Einschränkungen gibt es heute eine Vielzahl an spezialisierten Fahrrädern, die den Spaß und die Freude an Fahrradtouren ermöglichen. Zu den beliebtesten Optionen gehören:
- Handbikes: Besonders geeignet für Kinder, die ihre Beine nicht richtig einsetzen können. Handbikes werden mit den Armen betrieben und fördern so das Gefühl von Freiheit und Mobilität.
- Rollstuhlfahrräder: Diese speziellen Fahrräder bieten die Möglichkeit, einen Rollstuhl mit einem Fahrrad zu verbinden. Das Kind bleibt im Rollstuhl, während es sicher und bequem mit dem Fahrrad durch die Gegend gezogen wird. So können auch Kinder, die nicht selbst fahren können, in das Abenteuer eingebunden werden.
- Dreiräder/Therapieräder: Dreiräder bieten eine stabile Basis und zusätzliche Sicherheit. Sie sind besonders vorteilhaft für Kinder mit motorischen Einschränkungen, da sie beim Fahren mehr Halt bieten als herkömmliche Fahrräder.
- Rehabuggys als Fahrradanhänger: Ein Rehabuggy ist eine ideale Lösung für Kinder, die nicht in der Lage sind, selbst zu fahren. Als Fahrradanhänger ermöglicht er es, das Kind sicher zu transportieren, während die Eltern oder andere Familienmitglieder auf dem Fahrrad fahren.
- Geräumige Fahrradanhänger: Während herkömmliche Fahrradanhänger schnell zu eng für Kinder mit Behinderung werden und auch eine etwaige benötigte Stabilisierung im Sitz, etwa durch Pelotten, nicht gegeben ist, gibt es spezielle Anhänger für größere Kinder. Die Hersteller dieser Anhänger bieten mehr Platz/Beinfreiheit sowie Zubehör und damit eine bequeme und zugleich sichere Transportmöglichkeit für z.B. Kindern mit schwächerem Muskeltonus.
- Tandems: Tandem-Fahrräder sind eine tolle Option, wenn ein Elternteil oder ein anderes Familienmitglied mit dem Kind zusammen fahren möchte. Das Kind kann entweder vor oder hinter dem Fahrer sitzen und die Fahrt genießen, während es von der Unterstützung des Fahrers profitiert.
Lösungen aus der Community:
Rehabuggy als Fahrradanhänger
Wir nutzen unseren Rehabuggy für Fahrradtouren mit der ganzen Familie. Dank der Fahrraddeichsel ist er ruck zuck zum Fahrradanhänger umgebaut. Unser Sohn liebt’s. Und der größte Vorteil ist, dass wir unterwegs auch zu Fuß mobil sind. Einfach die Deichsel abmontieren, ein mobiles Vorderrad dran schrauben - fertig.
Geschwister-Fahrradanhänger
Unser super geräumiger Geschwister-Fahrradanhänger hat uns schon auf diversen Fahrradtouren begleitet. Er lässt sich recht klein zusammenlegen, so dass wir ihn auch im Auto transportieren können. Für einen stabilen Sitz haben wir vom Hersteller extra Seitenpelotten und eine Kopfstütze bekommen. So sitzt unser Sohn sicher und gemütlich. Für unterwegs haben wir schwenkbare Vorderräder. Dann wird aus dem Anhänger schnell ein Schiebemöglichkeit.
Lastenrad mit Sitzschale
Wir haben ein Babboe Carve. Aktuell passt unsere Tochter noch in den Babysitz (sie ist 3 Jahre alt, aber nur 80 cm groß).
Vom Sanitätshaus wird sie nun eine angepasste Sitzschale bekommen.
Trets
Unsere Tochter ist 8 Jahre alt. Man kann das vordere Rad herausnehmen und dann mit einer Weberkupplung an das eigene Fahrrad anschließen.
Wir haben das Modell "Trets", das bis ca. 160 cm passt. Ab einer Körpergröße von einem Meter funktioniert es gut.
Fahrradanhänger von Elinas Fahrwerk
Wir nutzen einen Fahrradanhänger von Elinas Fahrwerk, was besonders praktisch ist, da der Rollstuhl immer dabei ist.
