
Inklusive Spielplätze
Gemeinsam spielen – gemeinsam wachsen
Inklusive Spielplätze ermöglichen, dass alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, gemeinsam spielen und sich in einer sicheren und einladenden Umgebung entwickeln können. Aber was macht einen Spielplatz inklusiv, für wen sind sie wichtig, welche Geräte werden verwendet, und wie lässt sich ein solcher Spielplatz gestalten?
1. Warum sind inklusive Spielplätze wichtig?
Inklusive Spielplätze fördern das Zusammenleben und das Verständnis zwischen Kindern mit und ohne Behinderung. Sie tragen zur sozialen Integration bei, indem sie Kindern ermöglichen, durch Spiel und Interaktion Barrieren abzubauen und Empathie zu entwickeln. Auf einem inklusiven Spielplatz wird das Miteinander großgeschrieben: Alle Kinder können, unabhängig von ihren Fähigkeiten, gemeinsam spielen, lernen und miteinander interagieren.
Die Bedeutung von inklusiven Spielplätzen wird besonders deutlich, wenn man sich die realen Herausforderungen von Kindern mit Behinderungen vor Augen führt. Kinder mit körperlichen, geistigen oder sensorischen Einschränkungen sind in vielen öffentlichen Bereichen, einschließlich der meisten traditionellen Spielplätze, oft benachteiligt. Standard-Spielplatzgeräte, die für die Mehrheit der Kinder konzipiert sind, bieten ihnen häufig nicht die notwendige Zugänglichkeit oder Sicherheit. Hier kommen inklusive Spielplätze ins Spiel, da sie speziell so gestaltet werden, dass sie allen Kindern die gleichen Spielmöglichkeiten bieten.
2. Für welche Kinder sind inklusive Spielplätze wichtig?
Inklusive Spielplätze richten sich an Kinder mit einer Vielzahl von Einschränkungen, u.a.:
Kinder mit körperlichen Behinderungen: Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind oder mit anderen Mobilitätseinschränkungen kämpfen, haben oft Schwierigkeiten, herkömmliche Spielgeräte zu benutzen. Für sie sind barrierefreie Wege, Rampen und angepasste Spielgeräte essenziell.
Kinder mit geistigen Behinderungen: Kinder mit kognitiven Einschränkungen benötigen Spielgeräte, die ihre Wahrnehmung und Fähigkeiten berücksichtigen. Dabei kann es um Geräte gehen, die das Spielverständnis vereinfachen oder sensorische Erlebnisse bieten.
Kinder mit sensorischen Einschränkungen: Kinder, die gehörlos oder sehbehindert sind, profitieren von Spielplätzen, die ihre Bedürfnisse berücksichtigen – sei es durch taktile Oberflächen, visuelle oder akustische Signale, die sie in die Spielsituation einbinden.
Kinder mit Autismus: Kinder mit Autismus haben oft besondere Bedürfnisse im Bereich der sensorischen Integration und der sozialen Interaktion. Inklusive Spielplätze bieten beruhigende Rückzugsorte, gleichzeitig aber auch Möglichkeiten für gemeinschaftliche Aktivitäten, die die soziale Eingliederung fördern.
Inklusive Spielplätze schaffen somit eine Umgebung, in der alle Kinder – unabhängig von ihren physischen, kognitiven oder sensorischen Fähigkeiten – auf ihre Weise aktiv werden können.
3. Welche Geräte gibt es auf inklusiven Spielplätzen?
Der Schlüssel zu einem inklusiven Spielplatz sind Geräte, die den Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden. Einige Beispiele für solche Geräte und deren Merkmale sind:
Rampen und barrierefreie Zugänge: Statt Treppen oder engen, steilen Wegen werden Rampen installiert, die es auch Rollstuhlfahrern oder Kindern mit Gehhilfen ermöglichen, den Spielplatz zu betreten und zu nutzen.
Kombinierte Spielgeräte: Diese Geräte bieten verschiedene Spielmöglichkeiten für Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Zum Beispiel können kombinierte Kletterstrukturen sowohl für Kinder, die klettern können, als auch für solche, die motorische Unterstützung benötigen, zugänglich sein.
Schaukeln für Rollstuhlfahrer: Schaukeln, die so gestaltet sind, dass Kinder im Rollstuhl sicher hinein- und hinausgelangen können, bieten den gleichen Spaß und das gleiche Gefühl der Freiheit wie herkömmliche Schaukeln.
Sensorische Spielgeräte: Geräte, die auf visuelle, akustische oder taktile Weise ansprechen, sind für Kinder mit sensorischen Einschränkungen besonders wichtig. Dazu gehören Geräte mit Lichtern, Musik oder taktilen Oberflächen, die den Spielplatz für alle Sinne erlebbar machen.
Interaktive und inklusive Sand- und Wasserspieltische: Diese bieten Kindern nicht nur die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen, sondern auch in einem inklusiven Kontext zu interagieren, z. B. beim Bauen von Burgen im Sand oder beim gemeinsamen Spielen mit Wasser.
Bewegungsfördernde Geräte: Geräte wie Wippbalken, die sowohl für Kinder mit motorischen Fähigkeiten als auch für Kinder mit weniger körperlicher Beweglichkeit angepasst sind, fördern die Koordination und das gemeinsame Erleben von Bewegung.
4. Was trägt dazu bei, dass alle Kinder gemeinsam spielen können?
Damit alle Kinder – ob mit oder ohne Behinderung – gemeinsam auf einem Spielplatz spielen können, müssen mehrere Aspekte berücksichtigt werden:
Barrierefreiheit: Alle Wege und Geräte müssen für Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen zugänglich sein. Dies umfasst nicht nur die bauliche Gestaltung, sondern auch die Entfernung von Hindernissen und die Berücksichtigung von Sicherheitsanforderungen, die allen Kindern gerecht werden.
Gestaltung inklusiver Räume: Inklusive Spielplätze bieten nicht nur Spielgeräte, sondern auch Orte der Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten, die es Kindern mit Überempfindlichkeiten (z. B. durch Autismus) ermöglichen, sich in einer sicheren Umgebung zu entspannen, wenn sie sich überfordert fühlen.
Förderung von Kommunikation und sozialer Interaktion: Spielgeräte, die das gemeinsame Spielen anregen, wie zum Beispiel große Sandkästen, Schaukeln oder Karussells, bieten die Möglichkeit zur sozialen Interaktion. Eltern und Pädagogen können gemeinsam mit den Kindern verschiedene Spiele erfinden, die die Kommunikation und Teamarbeit fördern.
Erziehung und Bewusstsein: Eltern, Betreuer und Pädagogen müssen ebenfalls sensibilisiert werden, wie wichtig gemeinsames Spielen für die soziale Integration von Kindern mit Behinderung ist. Dazu gehört auch, dass Kinder mit Behinderung nicht nur als „Besondere“ wahrgenommen werden, sondern als gleichwertige Spielpartner.
Tipps aus der Community – Wo befinden sich die schönsten inklusiven Spielplätze?
Baden-Württemberg:
Stuttgart-Untertürkheim: Wallmerspielplatz
Stuttgart-Möhringen: Spielplatz Widmaierstraße
Stuttgart-Degerloch: Waldpfad Sinneswandel
Ketsch: Alla Hopp-Anlage
Heidelberg (mehrere Standorte): Neckarwiese, Alla Hopp-Anlage, Der andere Park
Möglingen: Spielplatz im Wiesenweg
Meßstetten: Sport- und Freizeitgelände Blumersberg
Ostfildern: Trendsportfeld
Eislingen: Spielplatz im Schlosspark
Geislingen/Steige: Inklusiver Bewegungspark
Künzelsau: Inklusiver Spielplatz
Schwarzach: Alla Hopp-Anlage
Sinsheim: Alla Hopp-Anlage
Meckesheim: Alla Hopp-Anlage
Illingen-Schützingen: Spielplatz der Familienherberge Lebensweg
Freiburg: Stadtgarten
Memmingen: Spielplatz am Waldfriedhof
Bayern:
Aschau: am KIZ
Ingolstadt: Schwarzen Weg
München: Spielplatz im Westpark, Spielplatz im Olympiapark, Spielplatz des Blindeninstituts Romanstraße
Augsburg: Spielplatz im Park "Kühbach"
Miesbach: Waldpark Miesbach
Nürnberg: Spielplatz im Stadtpark Nürnberg
Regensburg: Inklusiver Spielplatz im Stadtpark, Drachenspielplatz
Würzburg: Spielplatz an der Alten Mainbrücke
Landshut: Spielplatz im "Hofgarten"
Fürth: Inklusiver Spielplatz im Stadtpark Fürth
Ingolstadt: Schwarzer Weg Spielplatz:
Passau: Spielplatz im Stadtpark Passau
Bremen:
Bremen-Gröpelingen: Spielplatz Greifswalder Platz
Bremen-Walle: Spielplatz Columbusstraße
Brandenburg:
Bad Freienwalde: Erster barrierefreier, inklusiver Spielplatz
Hamburg:
Hamburg: Spielplatz Onkel Rudi in der Markusstraße
Hessen:
Frankfurt (Hausen): Niddapark
Fulda: Park am Aschenberg
Dreieich (Götzenhain): Spielplatz an der Rheinstraße
Karben: Spielplatz neben dem Sportplatz in Klein-Karben
Kassel: Kultur- und Abenteuerspielplatz Wilde Warte
Niedersachsen:
Großefehn (Timmel): Inklusiver Spielplatz am Timmeler Meer
Hannover: Spielplatz Langensalzastraße
Braunschweig: Spielplatz Kaiserstraße
Bad Bentheim: Spielplatz Schützenstraße
Nordrhein-Westfalen:
Bielefeld: Spielplatz Talbrückenstraße
Bergneustadt: Spielplatz Talstraße
Dortmund-Marten: Spielplatz Barichstraße/Haumannstraße
Duisburg: Spielplatz An der Paulskirche
Düsseldorf: Spielplatz vom Kinderhospiz Regenbogenland
Köln-Porz: Spielplatz Ohmstraße
Schleswig-Holstein:
Kellenhusen: Spielplatz direkt am Strand
Fehmarn: Dänschendorf
Sachsen:
Chemnitz: Spielplatz Rößlerstraße