Der Elektrorollstuhl
Wann macht ein E-Rolli für Kinder und junge Erwachsene Sinn?
Ein elektrischer Rollstuhl, auch E-Rolli genannt, kann eine wertvolle Unterstützung für Kinder und junge Erwachsene mit eingeschränkter Mobilität sein. Doch wann ist ein E-Rolli die richtige Wahl? Welche Modelle gibt es, und welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?
Wann ist ein E-Rolli ein sinnvolles Hilfsmittel?
Ein E-Rolli kann sinnvoll sein, wenn die herkömmliche Mobilitätshilfe, wie z.B. ein manueller Rollstuhl, nicht ausreicht, um den Alltag problemlos zu bewältigen. Für Kinder und junge Erwachsene mit starken Mobilitätseinschränkungen oder solchen, die über längere Strecken hinweg eine größere Unterstützung brauchen, kann ein E-Rolli eine enorme Erleichterung sein. Die elektrischen Antriebe ermöglichen eine komfortable Fortbewegung ohne große Anstrengung und fördern so die Unabhängigkeit und Lebensqualität.
Wenn das Kind oder der junge Erwachsene Schwierigkeiten hat, sich durch Eigenkraft fortzubewegen oder schnell ermüdet, kann ein E-Rolli eine wichtige Hilfe im Alltag darstellen. Besonders bei zunehmendem Alter und längeren Wegen, wie in der Schule oder bei Freizeitaktivitäten, kann ein E-Rolli dabei helfen, sich selbstständig zu bewegen.
Welche Modelle gibt es?
Es gibt verschiedene Modelle von E-Rollis, die auf die Bedürfnisse von Kindern und jungen Erwachsenen abgestimmt sind. Einige Modelle bieten zusätzliche Funktionen, die das Leben noch komfortabler machen:
- Stehfunktion: E-Rollis mit Stehfunktion ermöglichen es dem Nutzer, zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln. Dies kann nicht nur gesundheitliche Vorteile bieten, wie etwa die Verbesserung der Blutzirkulation und der Muskelfunktion, sondern auch das soziale Erlebnis fördern, indem der Nutzer auf Augenhöhe mit anderen steht. Diese Modelle sind besonders nützlich für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit in den Beinen.
- Kompakte Modelle für Innenräume: Für kleinere Räume oder für den Gebrauch in der Schule gibt es kompakte E-Rollis, die eine gute Wendigkeit bieten und sich leicht in engen Umgebungen bewegen lassen.
- Outdoor-Modelle: Einige E-Rollis sind speziell für den Außeneinsatz konzipiert und haben robustere Räder und Federungen, um auch auf unebenem Gelände eine stabile Fahrt zu gewährleisten.
- Anpassbare Modelle: Viele E-Rollis bieten die Möglichkeit, Sitzpositionen, Fußstützen und Rückenlehnen individuell anzupassen, um den Bedürfnissen des Nutzers gerecht zu werden. Dies ist besonders wichtig für Kinder, da sie mit dem Rollstuhl mitwachsen können.
Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?
Die Kosten für einen E-Rolli können je nach Modell und Ausstattung stark variieren. In vielen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für einen E-Rolli, wenn dieser medizinisch notwendig ist. Voraussetzung ist in der Regel, dass der behandelnde Arzt eine Verordnung ausstellt, die den Bedarf an einem elektrischen Rollstuhl bestätigt.
Dabei wird geprüft, ob der E-Rolli die Mobilität des Nutzers verbessert und eine Verbesserung der Lebensqualität ermöglicht. Auch Modelle mit speziellen Funktionen, wie die Stehfunktion oder Anpassungsoptionen, können übernommen werden, wenn sie nachweislich notwendig sind.
Es ist ratsam, sich frühzeitig bei der Krankenkasse zu informieren und gegebenenfalls eine Kostenübernahme zu beantragen. Die Kasse wird dann entscheiden, welches Modell und welche Ausstattung im Einzelfall gewährt wird.
Erfahrungen aus der Community:
E-Antrieb
Wir nutzen keinen klassischen E-Rolli sondern haben unseren normalen Rolli mit einem E-Antrieb ausgerüstet. Für uns eine super Lösung.
Karma Kameleon Sonderbau
Murielle hatte Mini-Schlaganfälle, wodurch ihre rechte Körperhälfte zeitweise schwächer ist und sie keinen Aktivrollstuhl mehr fahren kann. Wir haben ihn beantragt, als sie 3,5 Jahre alt war, und kurz vor ihrem 4. Geburtstag kam er dann. Die Krankenkasse hat ihn nach einigem Kampf schließlich bezahlt.
